22 Jun

Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand: Mehr Aktien wagen in der Vermögens- und Altersvorsorgepolitik

Bereits Papst Pius XI. forderte in seiner Sozialenzyklika „Quadragesimo anno (QA)“ im Jahr 1931, dass Wirtschaftserfolge sowie -gewinne auch „zu Mitbesitz oder Mitverwaltung oder zu irgendeiner Art Gewinnbeteiligung (QA 65)“ für Lohnempfänger führen solle. Das damit angestrebte Ziel ist bis heute in einer immer älter werdenden Gesellschaft aktuell.

Ein Beitrag in der Kirchenzeitung Köln, Ausgabe vom 22.06.2018. PDF-Download: 25_17.

 

 

30 Mai

Gerechtigkeit schaffen

Es ist Montagabend, Berufsverkehrszeit. Ein Auto nach dem anderen rauscht dem alten Mann an der Nase vorbei. Seine Arme klammern sich straff, wenn auch leicht zitternd an den Griffen seines Rollators. Nur ein weißer Streifen trennt ihn von der Fahrbahn. Immer mal wieder verschwindet dieser kurzzeitig unter Autoreifen, wenn ein Fahrzeug aus der Bahn rutscht. „Man hat Angst hier mit Rollator entlang zu gehen“. Er hat jedoch keine andere Wahl, denn sein Seniorenheim liegt direkt an dieser Straße. „Eigentlich ist hier Tempo 30, aber die meisten fahren schneller.“ Ich bin über 65 Jahre jünger als er und habe als Student eine ganz andere Lebenswelt. Trotzdem ist mir sein Anliegen jetzt wichtig, denn es ist mein Auftrag.

Ein Beitrag im AusZeit-Blog des Erzbistums Köln vom 29.05.2018.

27 Apr

Mehr Aktien wagen: In der Vorsorge- und Vermögenspolitik

Die wachsende Einkommens- und Vermögensungleichheit in Deutschland ist in letzter Zeit immer wieder Thema öffentlicher Diskurse. Besonders die Ungleichheit der Vermögen sollte jedoch noch viel stärker in den Blick genommen werden. Der gesellschaftliche Zusammenhalt gerät zunehmend in Gefahr, wenn die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens verfügen und die Bundesrepublik hierbei die höchste Ungleichheit in der Eurozone verzeichnet.

Es gilt daher, eine neue sozialethische und politische Debatte über geeignete Instrumente einer breiteren Vermögensstreuung sowie der Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand anzustoßen. Der stärkere Einbezug der Aktie in die staatlich geförderte Altersvorsorge und in eine erneuerte Vermögenspolitik ist dabei geboten.

Beitrag im Rahmen der wirtschaftsethischen Kolumne der KSZ in der Tagespost vom 26.04.2018.

25 Apr

Plastik: So gefährlich wie notwendig

Taiwan will frei vom Einwegplastik werden: Trinkhalme, Plastiktüten und -becher sollen in dem asiatischen Inselstaat schrittweise bis zum Jahr 2030 der Vergangenheit angehören. Es ist eines der weitreichendsten Plastikverbote der Welt. Es scheint ein neuer Etappensieg der Anti-Plastik-Bewegung zu sein. Und diese wächst, denn die Probleme mit dem Kunststoff gelangen immer mehr ins Bewusstsein der Menschen. Und in der Tat gibt es viele gute Gründe, auf Einwegplastik zu verzichten. Immer mehr Plastikmüll sammelt sich in den Flüssen und Ozeanen der Welt. Plastik rettet aber auch Leben.

Ein Beitrag im AusZeit-Blog des Erzbistums Köln vom 24.04.2018.

14 Apr

Koinonia Johannes der Täufer – Zeugen Jesu Christi sein

„Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (Joh 1,29). Dieser Ausspruch erklingt in jeder heiligen Messe nach der Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Jesu Christi. Er stammt vom heiligen Johannes der Täufer, der als der letzte Prophet und Wegbereiter Jesu Christi gilt. So wie er wollen auch die Mitglieder der Gemeinschaft „Koinonia Johannes der Täufer“ Wegbereiter und Zeugen des menschgewordenen Gottessohnes sein. „Das Charisma der Koinonia Johannes der Täufer ist die Förderung der Neuevangelisierung – neu in ihrem Eifer, ihren Methoden und ihrer Ausdrucksweise“, erklärt Elzbieta Gaczkowski, Verantwortliche der Gemeinschaft im Erzbistum Köln.

Ein Beitrag in der Kirchenzeitung Köln, Ausgabe vom 13.04.2018.

Auch erschienen im AusZeit-Blog des Erzbistums Köln am 07.05.2018.

10 Feb

Franziskanische Gemeinschaft (OFS): Papst Franziskus ist eine Ermutigung für die Gemeinschaft

Franziskus von Assisi ist ein Heiliger, der mit seiner radikalen Entschiedenheit in der Nachfolge Jesu Christi die Menschen bis heute fasziniert und inspiriert. Nicht von ungefähr stellt die franziskanische Ordensfamilie daher die zahlenmäßig größte Ordensbewegung in der katholischen Kirche dar. Dazu gehört auch die Franziskanische Gemeinschaft – Ordo Franciscanus Saecularis (OFS).

„Der OFS wurde als Dritter Orden vom heiligen Franziskus selbst gegründet. Als sich ihm sehr viele Menschen wegen seiner intensiven Predigten anschließen wollten, sagte er ihnen, wie wichtig ihre Arbeit und ihr Familienleben sind und dass sie auch in ihrem Umfeld und Stand nach dem Evangelium leben könnten. Er gab ihnen eine Regel“, fasst Ursula Clemm, Vorsteherin der Region Mitte, die Entstehungsgeschichte ihrer Gemeinschaft zusammen. (…)

Ein Beitrag in der Kirchenzeitung Köln, Ausgabe vom 09.02.2018.

26 Jan

Ist Ethik überall? Wenn Wissenschaftler über Religion und Moral diskutieren

Was verstehen Vertreter unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen eigentlich unter Ethik? Im Rahmen der Festwoche der theologischen Fakultäten, des altkatholischen Seminars und des Zentrums für Religion und Gesellschaft (ZERG) wurde anlässlich des 200. Geburtstags der Bonner Universität die Frage diskutiert, ob Ethik überall sei. Auch die Rolle von Religion und Theologie war Thema.

Ein Beitrag im Online-Magazin f1rstlife vom 26.01.2018.