02 Jul

Lebensverändernde Botschaft Jesu: Was ist eigentlich das Christliche an christlicher Ethik?

Als „Moralagentur“ fehlt es der katholischen Kirche in diesen Zeiten an Glaubwürdigkeit und sittlicher Autorität. Ist der Ruf der katholischen Kirche aktuell angeschlagen, ist jener der christlichen Ethik hingegen nach wie vor gut. Auch außerhalb der Kirchen, in der heutigen säkularen, pluralistischen Gesellschaft, wird das christliche Ethos der Nächstenliebe nach wie vor hochgeschätzt. Ist Nächstenliebe aber dann noch das unterscheidend Christliche an christlicher Ethik, wenn diese doch auch bei Nichtglaubenden ohne jede Glaubensbegründung so hoch im Kurs steht?

Ein Beitrag in der Kirchenzeitung Köln, Ausgabe vom 02.07.2021. PDF-Download: hier.

16 Jun

An der Architektur des Friedens bauen: Die Friedensethik von Fratelli tutti

Das friedensethische Kapitel der jüngsten Sozialenzyklika Fratelli tutti von Papst Franziskus ist eine echte Perle. Der Papst weiß, dass der Weg zum Frieden unter Menschen und Staaten immer ein Prozess bleibt, dass am Frieden immer und überall gebaut werden muss: Es gibt eine „Architektur“ und ein „Handwerk“ des Friedens. Der Friedensbau wird jedoch immer wieder einstürzen ohne „Gerechtigkeit“ und „Versöhnung“ als seine tragenden Säulen.

Beitrag im sozialethischen Magazin der Grünen Reihe vom 16.06.2021.

 

10 Jun

Christlich soziales Denken fördern: Ordo socialis will den transatlantischen Dialog beleben

Mit diesem Projekt möchte Ordo socialis einen Beitrag zur Wiederbelebung des nicht erst seit der Ägide Donald Trumps deutlich abgeflauten transatlantischen Dialoges leisten. Näherhin geht es darum, einen engeren Austausch zwischen den auf beiden Seiten des Atlantiks geführten christlich-sozialethischen Diskursen herbeizuführen. Auf die Mitwirkung an diesem und an den weiteren Aktivitäten von Ordo socialis, die dazu beitragen, den Schatz christlich-sozialen Denkens zu heben und weltweit zu verbreiten, freue ich mich sehr.

Beitrag im BKU-Journal 1/2021. PDF-Download hier.

25 Mai

Öffentliche Kirche – Kirche in der Öffentlichkeit

Die Kirche sollte vertieft und schonungslos ehrlich über ihr Selbstverständnis nicht nur als geistlich-sakramentale Größe, sondern auch als weltliches Sozialgebilde nachdenken. Gerade das theologische Fach der Christlichen Sozialethik, das nach der Gerechtigkeit von Strukturen und Institutionen fragt, kann der Kirche dabei helfen,  ihre eigene Soziallehre auch auf sich selbst anzuwenden.

Ein Beitrag in der Kirchenzeitung Köln, Ausgabe vom 21.05.2021. PDF-Download: hier

18 Mai

Das Web ökumenisch machen

Digital und dezentral war das Format des 3.Ökumenischen Kirchentages. Es war das einzig Richtige in diesen Zeiten der Pandemie, die Kirchentagsaktivitäten weitestgehend ins Netz zu verlagern. So war es dieses Mal zum ersten aber hoffentlich nicht zum letzten Mal – warum „nach Corona“ wieder rein physisch und analog den Glauben feiern und Zeitfragen diskutieren, wenn auch digital längst so einiges und noch viel mehr geht? Kirche, vor allem im ökumenischen Plural, hat im Web noch viel Potenzial, um Gott auch online Raum zu geben.

Beitrag im AusZeit-Blog des Erzbistums Köln vom 18.05.2021.

12 Mai

Einkommensungleichheit und Vermögensarmut in Zeiten von Corona

„Wer dem Arbeiter seinen Lohn nicht gibt, der ist ein Bluthund“, heißt es schon in der Bibel. Lohnungerechtigkeit und Vermögenslosigkeit sind nicht erst in der Pandemie für viele ein Problem. Die Thematik hat aber nicht nur eine finanzielle Dimension. Nicht weniger wichtig für das Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen ist ein angemessener Lohn als Ausdruck von Anerkennung, wie besonders die Debatte um gerechte Löhne in der Pflege anschaulich macht.

Beitrag auf der Webplattform Corona-Ethik.de vom 12.05.2021.

12 Apr

Sozialversicherung – Sozialstaat – Soziale Marktwirtschaft Ihr sozialethischer Wert in Zeiten der Pandemie

Vielen Menschen geht es wirtschaftlich schlecht in Zeiten von Corona. Sozialversicherung und Sozialstaat sind gefordert angesichts zunehmender Arbeitslosigkeit sowie Einkommensverlusten und weiteren sozioökonomischen Problemlagen. Der Sozialstaat muss sicherlich auch weiterentwickelt werden. Doch wäre er ohne jahrelang erfolgreiche Wertschöpfung im Rahmen der Sozialen Marktwirtschaft längst nicht so solide und krisenfest.

Beitrag auf der Webplattform Corona-Ethik.de vom 12.04.2021.

21 Mrz

Mehr Ökologie in der Kirche wagen

Schöpfungsverantwortung, und zwar mit klaren Zielen – nachdem das Thema kirchlicherseits lange verschlafen wurde, will er es jetzt voranbringen: Dr. Christian Weingarten, der Umweltbeauftragte des Erzbistums Köln, stellte in dem Workshop „Mehr Ökologie wagen! Was kann die Katholische Kirche in Deutschland zur sozial-ökologischen Transformation beitragen?“ im Rahmen einer Online-Fachtagung zu Misereor-Fastenaktion am 10. März den Status Quo kirchlichen Umweltengagements vor.

Beitrag im AusZeit-Blog des Erzbistums Köln vom 19.03.2021.

21 Mrz

Gewalt benennen, Täterstrategien aufdecken: Digitale Buchvorstellung zum Thema sexueller Missbrauch in der Kirche

Die Täter und ihre Verantwortung müssen ebenso zur Sprache kommen wie die systemischen Bedingungen, die Missbrauch und Vertuschung begünstigt haben. Welche auch theologischen Denkmuster dazu beigetragen haben, das sei eine Frage, der sich die wissenschaftliche Theologie interdisziplinär zu stellen habe. Gestellt hatte das Fach sich dieser Selbstreflexion an der Bonner Katholisch-Theologischen Fakultät bereits im Rahmen einer öffentlichen Vorlesungsreihe. Daraus ist die Publikation hervorgegangen, die im Rahmen eines digitalen Gesprächs mit ZdK-Präsident Thomas Stemberg und Mary Hallay-Witte, neue kommissarische Leiterin des Instituts für Prävention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in Lantershofen, vorgestellt wurde.

Ein Kurzbericht in der Kirchenzeitung Köln, Ausgabe vom 19.03.2021. PDF-Download: hier.