30 Sep

Christliche Business Ethics für die Start-up-Kultur

Jung, hip, lässig, ehrgeizig – so könnte man die Start-up-Kultur beschreiben, die sich in den letzten Jahren in Berlin, Hamburg oder Köln herausgebildet hat. Diese schöne, inzwischen schon nicht mehr ganz so neue Arbeitswelt ist chancenträchtig für Young Professionals, die etwas erreichen wollen. Hinter ihr verbirgt sich aber oft auch die Schattenseite einer hip getarnten Prekarität. Daher ist Business Ethics gefragt, die christlich verstanden jungen Unternehmern den Sinn über Profit und Prestige hinaus und auf Gott hin weitet.

Kolumne in der KKV-Verbandszeitschrift „Neue Mitte“ Ausgabe 3/2020.

23 Sep

Berichterstattung im Corona-Jahr: Wenn Medien die Seele leiden lassen

Es waren dramatische Szenen in diesem Corona-Frühjahr, die jeder über die Medien teils im Minutentakt mitverfolgen konnte. Speziell für Menschen mit psychischen (Vor-)Erkrankungen kann der Medienkonsum in Zeiten von Corona ernste Folgen haben. Medien wirken. Gerade kirchliche Medien können im Sog der schlechten Nachrichten den Horizont dafür offenhalten, dass wir der Pandemie nicht machtlos ausgeliefert sind. Die Botschaft des Evangeliums, der guten Nachricht schlechthin, ermutigt zur Entkatastrophisierung.

Beitrag auf der Webplattform Corona-Ethik.de vom 23.09.2020.

 

22 Sep

Corona, die Seele und die Medien

Es waren dramatische Szenen in diesem Frühjahr: Dicht an dicht stehen Krankenhausbetten mit Menschen an Beatmungsgeräten, dutzende Lastwagen transportieren die Toten zu den Friedhöfen, Angehörige weinen, die sich nicht mal mehr von den Verstorbenen verabschieden durften. All das konnte jeder über die Medien teils im Minutentakt mitverfolgen. Speziell für Menschen mit psychischen (Vor-)Erkrankungen kann der Medienkonsum in Zeiten von Corona ernste Folgen haben.

Beitrag im AusZeit-Blog des Erzbistums Köln vom 22.09.2020.

07 Sep

Mit Gewinn zu Gott: Christliche Ethik für Jungunternehmer

Jung, hip, lässig, ehrgeizig – so könnte man die urbane Start-up-Kultur beschreiben, die sich in den letzten Jahren in Berlin, Hamburg oder Köln herausgebildet hat. Diese schöne, inzwischen schon nicht mehr ganz so neue Arbeitswelt ist chancenträchtig für Young Professionals, die etwas erreichen wollen. Hinter ihr verbirgt sich aber oft auch die Schattenseite einer hip getarnten Prekarität. Daher ist eine Ethik gefragt, die jungen Unternehmern den Sinn über Profit und Prestige hinaus weitet.

Ein Beitrag im Online-Magazin f1rstlife vom 26.08.2020.

30 Jul

Vermögen für alle

Die ungleiche Verteilung der Nettovermögen ist das Thema dieser Kolumne. Gerade diejenigen mit geringen Einkommen und ohne nennenswerte Ersparnisse sind es, die in der Coronakrise im Fall von Kurzarbeit, Jobverlust oder Insolvenz ungeheure wirtschaftliche Risiken tragen. Aus Sicht der katholischen Soziallehre ist deshalb eine Politik gefordert, die Vermögensbildung innerhalb breitester Bevölkerungsschichten ermöglicht.

Beitrag im Rahmen der sozialethischen Kolumne der KSZ in der Tagespost vom 30.07.2020.

 

30 Jul

Corona – und was kommt dann?

Was kommt, wenn die Krise geht? Noch kann niemand wirklich verlässlich sagen, welche vielfältigen Folgen die Coronapandemie zeitigt, auch nicht auf wirtschaftlichem Gebiet. Zumindest eines scheint bereits klar: Es steht anscheinend eine lang anhaltende Weltwirtschaftskrise bevor. Kann man sich Wirtschaftsethik überhaupt leisten, wenn die Ökonomien erst einmal wieder richtig in Schwung zu bringen sind?

Kolumne in der KKV-Verbandszeitschrift „Neue Mitte“ Ausgabe 2/2020.

24 Jun

Theologie studieren und Sinn suchen

„Theologiestudium: Weil bei Ungewissheit einfache Antworten nicht weiterhelfen…“ – das ist einer der Slogans, mit denen die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Bonn derzeit für ihr Studienangebot wirbt. Er enthält eine Einsicht, die auch für mich persönlich einer der Gründe war, als erster in meiner Familie an die Universität zu gehen und nach einem kurzen erfolglosen Ausflug in die Geografie Katholische Theologie zu studieren.

Beitrag im AusZeit-Blog des Erzbistums Köln vom 22.06.2020.

05 Jun

Gerechtigkeit, Glück und das gute Leben: Der weite Horizont christlich-ethischen Nachdenkens in heutiger Zeit

Die katholische Kirche mit ihrem Anspruch, verbindliche ethische Orientierung für „alle Menschen guten Willens“ im Öffentlichen wie im Privaten zu geben, tut sich mit der neuzeitlichen Trennung des Gerechten und des Guten bis heute schwer. Wie geht theologische Ethik als zugleich kirchlich gebundenes, aber auch dem heutigen Menschen in einer freiheitlich-modernen Gesellschaft verpflichtetes wissenschaftliches Nachdenken über das Gerechte und Gute mit dieser Spannung um?

Ein Beitrag in der Kirchenzeitung Köln, Ausgabe vom 05.06.2020. PDF-Download: hier

04 Jun

Sozialethischer Kommentar zum Konjunkturpaket

Erst hat er die „Bazooka“ gezückt, jetzt soll es „mit Wumms“ aus der Krise gehen – mit solch markigen Sprüchen die enormen Corona-Hilfsprogramme der Regierung zu beschreiben, scheint Bundesfinanzminister Olaf Scholz merklich zu gefallen. Kann aber auch das nun frisch geschnürte Konjunkturpaket Gefallen finden?

Mit der Wiederankurbelung der Wirtschaft soll auch deren ökologisch-soziale Transformation vorangehen: Diese Forderung wird berechtigterweise nicht allein von den Grünen gestellt. Gut katholisch können wir auf Basis unserer Soziallehre mit ihren bewährten Sozialprinzipien ebenfalls sagen: Wir brauchen nach der Coronakrise mehr Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. Und wenn man sich die 57 Maßnahmen auf den 15 Seiten des Papiers des Koalitionsausschusses von CDU/CSU und SPD einmal genau anschaut, kann man durchaus überrascht sein und sagen: Level 1 – mission accomplished.

Beitrag im Magazin der Grünen Reihe vom 04.06.2020.

12 Mai

Die Prinzipien der Katholischen Soziallehre als Bausteine freiheitlich-entwicklungsoffener Gesellschaften

Prinzipienreiter können unangenehme Zeitgenossen sein. Sie zeichnen sich durch sture Beharrlichkeit aus und begründen alles mit ihren sturmfesten Prinzipien, denen sich die Wirklichkeit anzupassen habe und nicht umgekehrt. Pragmatiker sind ihnen ein Gräuel. Ist daher von den Sozialprinzipien der Katholischen Soziallehre die Rede, kann dies vor dem Hintergrund dieser, mitunter erfahrungsgesättigten, Klischeevorstellung schnell Abwehrreflexe auslösen. Doch die Prinzipien der Katholischen Soziallehre, und die meisten von denen, die sie „reiten“, sind nicht so!

Beitrag im Magazin der Grünen Reihe vom 12.05.2020.